Schreckliche Tatsachen

Was ist sexueller Missbrauch?

Sexueller Missbrauch bedeutet, dass ein Erwachsener oder Jugendlicher seine Machtposition, seine körperliche und geistige Überlegenheit sowie die Unwissenheit, das Vertrauen oder die Abhängigkeit eines Mädchens oder Jungen zur Befriedigung der eigenen sexuellen Bedürfnisse benutzt und gleichzeitig mit der Verpflichtung zur Geheimhaltung das Kind zu Sprach- und Hilflosigkeit verurteilt.

Sexuellen Missbrauch übt aus, wer:

  • ein Kind zur eigenen sexuellen Erregung anfasst oder sich berühren lässt
  • ein Kind zwingt oder überredet, sie/ihn nackt zu betrachten oder bei sexuellen Aktivitäten zuzusehen
  • Kinder für pornographische Zwecke benutzt oder ihnen Pornographie zeigt.
  • Kinder oder Jugendliche in Chaträumen belästigt, sie auffordert sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen oder ihnen pornografische Fotos per Mail schickt, macht sich ebenfalls strafbar
  • mit dem Handy sexuelle Handlungen filmt oder versendet
  • die Intimbereiche eines Kindes berührt und es zu oralem, analem, vaginalenGeschlechtsverkehr oder anderen sexuellen Praktiken zwingt oder überredet

Missbrauchte Kinder leiden ein Leben lang. Der seelische Schaden ist unermesslich.

Sexuellen Missbrauch erfahren Kinder in sehr unterschiedlichen Formen. Die Taten finden in den überwiegenden Fällen im nahen Umfeld, überwiegend sogar in der eigenen Familie der Kinder statt.

Für diese Kinder gibt es kaum eine Möglichkeit, dem Missbrauch zu entkommen. Durch Drohungen und Geheimhaltungsdruck werden sie zum Schweigen gezwungen.

Der Missbrauch ist selten ein einmaliges Ereignis, sondern findet oft über Jahre hinweg statt. Die missbrauchten Kinder leben in einer ausweglosen Situation: Sie wünschen sich Liebe und Geborgenheit und erfahren Vertrauensmissbrauch, Ohnmacht, ständige Bedrohung und Gewalttätigkeit. Diese widersprüchlichen Erfahrungen haben traumatisierende Wirkung und beeinträchtigen ihr ganzes Leben.